Verschiedene Informationen
Auf dieser Seite möchte ich Sie über folgende Inhalte informieren:
- In meiner Praxis behandelte Störungsbilder
- Grundsätze meiner kognitiv-verhaltenstherapeutischen Arbeit
- Gesprächsformate
- Kosten der Leistungen
In meiner Praxis behandelte Störungsbilder
In meiner Praxis behandle ich Sie zu allen gängigen psychiatrischen Störungsbildern wie:
- Affektive Störungen (Depressionen, Dysthymie, Manie, bipolare Störungsbilder)
- Angststörungen
- Zwangsstörungen
- Abhängigkeitserkrankungen (stofflich sowie dysfunktionales Verhalten)
- Störungen der Sexualfunktion
- Psychogene Schmerzstörungen
- Persönlichkeitsstörungen
- ADHS
- Eßstörungen
- Psychotische Störungsbilder und Schizophrenie
Es gibt zwei Störungsbilder, die ich explizit nicht in meiner Praxis behandle:
- Komplexe und chronifizierte Traumafolgestörungen: Zu diesem Störungsbild arbeite ich gern mit Ihnen in der Vorbereitung der Traumakonfrontation stabilisierend und behandle Begleitsymptomatiken. Für die Traumakonfrontation selbst empfehle ich Ihnen jedoch die Behandlung bei speziell ausgebildeten KollegInnen (z. B. mit EMDR-Ausbildung), da Sie dort meines Erachtens eine noch fundiertere Behandlung erhalten als bei mir.
- Täterarbeit bei Pädophilie: Bei Vorliegen einer pädophilen Sexualpräferenz behandle ich Sie grundsätzlich gern. Mir ist es ein Anliegen, Sie dabei zu unterstützen, mit Ihrer Veranlagung umgehen zu können, ohne zum Täter zu werden (ggf.parallel zur Teilnahme an einem klinischen Programm wie "Kein Täter werden!"). Für die Täterbehandlung allerdings fehlt mir als Vater einer Tochter die nötige professionelle Distanz.


Grundsätze meiner kognitiv-verhaltenstherapeutischen Arbeit
Meine therapeutische Arbeit fußt auf den Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie. In diesem Verfahren bin ich auch vertiefend ausgebildet.
Ergänzend werden Sie in meiner Praxis Methoden kennenlernen, die ich im Rahmen meiner langjährigen beruflichen Erfahrung und Weiterbildung kennengelernt habe. Diese stammen z. B. aus den Bereichen der Imagination, der systemischen Arbeit, der Kommunikationswissenschaft oder aus körperbezogenen Bereichen wie Entspannungstrainings und Stimmbildung.
Zentrale Elemente meiner therapeutischen Arbeit sind für mich Transparenz, Umgang mit den PatientInnen auf Augenhöhe, Vermitteln von Kompetenzen für die eigene Erkrankung sowie das zunehmende (Zurück-)Übergeben von Verantwortung für ihr Wohlbefinden an meine PatientInnen im Therapieprozeß:
- Transparenz: Von der Diagnostik über die Zieldefinition und Therapieplanung bis zur Vermittlung und Umsetzung der einzelnen Behandlungsschritte ist es mir wichtig, Sie zum Experten/ zur Expertin für Ihre Erkrankung zu machen. Jeder einzelne Schritt in der Behandlung soll für Sie klar nachvollziehbar sein. Es gilt: PatientInnen können nicht zu viele oder falsche Fragen stellen - wenn Sie etwas nicht nachvollziehen können, habe ich es schlecht erklärt!
- Umgang mit den PatientInnen auf Augenhöhe: Psychisch erkrankte Menschen verfügen oft über einen eingeschränkten Selbstwert, befürchten, zur Last zu fallen oder nicht zu genügen. Mir ist es wichtig, Ihnen in den Therapiegesprächen Wertschätzung und Respekt zu vermitteln und dazu beizutragen, daß Ihre Ressourcen gestärkt werden. Nur so können wir als Team gemeinsam effektiv an Ihren Problemen arbeiten.
- Vermitteln von Kompetenzen für die eigene Erkrankung: Wenn Sie einen Psychotherapeuten aufsuchen, dürfen Sie erwarten, daß dieser Ihnen Expertise zur Verfügung stellt, die Sie zumindest zu Therapiebeginn noch nicht haben können. Dies tue ich durch Psychoedukation, geleitetes Entdecken und Verhaltensexperimente. So verstehen Sie mit der Zeit Ihre Erkrankung besser, da Sie deren Ursachen durchschauen und die Mechanismen verstehen, die diese stabilisieren und ggf. verschlimmern. In der Folge können Sie immer aktiver unerwünschten Prozessen entgegensteuern und wieder Kontrolle über Ihr Leben zurückgewinnen.
- Hierzu ist es dann notwendig, daß ich Sie im Behandlungsverlauf (wieder) zunehmend Eigenverantwortung für Ihr Wohlbefinden übernehmen lasse: Kognitive Verhaltenstherapie lebt stark von Übungen zwischen den Therapiesitzungen. Diese helfen Ihnen, in den Sitzungen besprochene Bewertungsänderungen und Verhaltensweisen immer sicherer in Ihrem Alltag umzusetzen. Dadurch, daß Sie selbst tätig werden, können Sie Sich die erzielten Erfolge selbst komplett zuschreiben, was langfristig die Selbstwirksamkeit und damit den Selbstwert stärkt und Resilienz schafft. Desto länger die Therapie andauert, desto mehr trete ich als Anleiter und Experte in den Hintergrund. Die Behandlung läuft also gut, wenn ich mich effektiv "überflüssig mache" und Sie Sich zum Therapieende gut wieder aus der therapeutischen Beziehung lösen können.
Gesprächsformate
Grundsätzlich können (Therapie-)Gespräche zwischen uns in drei Formaten stattfinden:
1. Der Klassiker: In Präsenz in der Praxis. Dies ist das ursprüngliche Format des klassischen Therapiegesprächs.
Die Vorteile hierbei sind: Sie stehen in direktem Kontakt mit mir und ich kann alle Eindrücke, die ich im Gespräch von Ihnen gewinne, in unsere Arbeit miteinander einfliessen lassen, da ich Sie unmittelbar wahrnehme. So ist die Chance am geringsten, daß mir Signale bezüglich Ihres Befindens über Mimik und Körpersprache, Atemfrequenz, etc. entgehen. Es gibt zudem PatientInnen, für die die physische Anwesenheit des Therapeuten wichtig für die Gesprächsatmosphäre ist.
Die Nachteile dieses Formates sind, daß Sie hierfür - unabhängig von Ihrer Tagesform - die Praxis aufsuchen müssen und z. B. im Sommer dort die äusseren Bedingungen schlechter sind, da ich dort kein so effektives Hitzemanagement betreiben kann, wie wir beide dies wahrscheinlich zu Hause tun.
2. Die digitale Form: Seit der Corona-Pandemie ist es möglich, Therapiegespräche vermehrt per Video durchzuführen. Ich persönlich sehe meine Patienten zumindest zu Therapiebeginn gern einmal in der Praxis, um einen vollständigeren Eindruck von ihnen zu gewinnen und Formalia unkomplizierter abhandeln zu können; bei gesetzlich versicherten PatientInnen ist dies auch zwingend vorgeschrieben. Bei einigen Behandlungsformen für PrivatpatientInnen und allen "unformalisierten" Gesprächsleistungen ist dies aber nicht mehr zwingend erforderlich.
Die Verbindung für ein solches Gespräch erfolgt browserbasiert und ist besonders sicher. Sie müssen hierfür kein Programm auf Ihrem Endgerät installieren. Für ein Videogespräch erhalten Sie von mir per Mail einen Link, den Sie lediglich anklicken müssen, um zur festgelegten Zeit mit mir verbunden zu werden. Meinerseits finden die Gespräche aus meinem Therapieraum in der Praxis oder meinem Arbeits- und Gästezimmer zu Hause statt. Vorausgesetzt wird meinerseits, daß von beiden Seiten die Vertraulichkeit genau so gewährleistet wird wie in meinen Praxisräumen, d. h., es befinden sich beiderseits keine weiteren Personen im Raum oder können mithören und wir fertigen beide keine Audio-oder Videoaufzeichnungen des Gesprächs an.
Die Vorteile sind, daß Sie unabhängig von Ihrer Tagesform geringen Aufwand betreiben müssen, um mit mir ins Gespräch zu kommen. Dies kann z. B. bei schwerer ausgeprägten depressiven Störungsbildern anfänglich relevant sein. Zudem gibt es PatientInnen, für die aufgrund Ihres Krankheitsbildes zumindest am Anfang der Therapie die beruhigende Wirkung des heimischen "sicheren Raumes" sehr wichtig ist.
Die Nachteile sind, daß das Videoformat zwingend "mehr Distanz" im Gespräch schafft und das Risiko steigt, daß Signale (z. B. Körpersprache), die ausserhalb des Aufnahmebereichs gesendet werden, von mir übersehen werden und somit nicht in den Therapieprozeß einfliessen. Zudem ist - trotz Verwendung eines speziell gesicherten Übertragungsformates - immer ein Restrisiko vorhanden, daß eine Gesprächsverbindung von Dritten gehackt wird und somit die Vertraulichkeit nicht so gut zu sichern ist wie im physischen Gespräch in der Praxis.
3. Der telefonische Kontakt: Dieses Format nutze ich nur ungern und als absolute Notlösung, z. B., wenn ein geplanter Videokontakt aufgrund technischer Probleme nicht zustande kommt oder die teilnehmende Person über keine Möglichkeiten für ein Videoformat verfügt und ein dringend notwendiger Termin nicht in Präsenz stattfinden kann.
Der Nachteil dieser Kontaktform ist offensichtlich: Ich habe - ausser Ihrer Stimme - keine Informationen bezüglich Ihres Befindens zur Verfügung und kann deshalb auf Veränderungen Ihrer Befindlichkeit im Gesprächsverlauf nicht gut reagieren und mein Vorgehen anpassen. Dies beeinträchtigt die Qualität des Therapiegespräches so deutlich, daß ich die notwendigen und auch meine selbstgesetzten Qualitässtandards nicht mehr verlässlich einhalten kann.


Kosten der Leistungen
Verständlicherweise ist die Frage nach den Kosten einer Psychotherapie oder Beratung für viele PatientInnen nicht unerheblich. Deshalb werde ich Ihnen in der Folge für die verschiedenen von mir angebotenen Leistungsformate hierzu jeweils Informationen geben:
1. Die Kosten für die Behandlung gesetzlich versicherter Personen:
Die Kosten gesetzlich Versicherter PatientInnen werden grundsätzlich nach klaren Regeln von der Krankenkasse übernommen. Ihnen entstehen für alle Gesprächsleistungen in der Praxis oder per Video keine zusätzlichen Kosten. Ich rechne über die KVWL quartalsweise direkt mit Ihrer Krankenkasse ab, so daß Sie mit der Rechnungsstellung und -bezahlung nichts zu tun haben. Wichtige Ausnahme bei Krankenkassenwechsel während einer laufenden Psychotherapie: Bitte teilen Sie mir rechtzeitig im Vorfeld mit, wenn Sie ihre Krankenkasse im Therapieverlauf wechseln wollen. Ich muss dann bei Ihrer neuen Krankenkasse die Übernahme der Restsitzungen formal beantragen. Sollte ich hiervon nichts wissen, kann es sein, daß Ihre neue Krankenkasse abgerechnete Sitzungen nicht honoriert. Diesen Betrag müsste ich dann Ihnen in Rechnung stellen.
Sollten in Sonderfällen (Expositionsbehandlung, Wunsch nach nicht medizinisch notwendigen Bescheinigungen, Ausfallhonorare) doch Kosten für Sie anfallen, kläre ich dies mit Ihnen im Vorfeld im persönlichen Gespräch.
Sonderfall Freie Heilfürsorge: Leistungsbezieher der freien Heilfürsorge (z. B. PolizistInnen) erhalten die gleichen Leistungen wie gesetzlich versicherte PatientInnen. Ich lese Ihre Karte einmal im Quartal ein und rechne Ihre Leistungen ebenfalls quartalsweise über die KVWL ab.
2. Die Kosten für die Behandlung privat versicherter Personen:
Während die Regelungen der gesetzlichen Krankenversicherung allgemeine Vorgaben für Psychotherapie setzen, ist die Kostenübernahme durch private Krankenversicherungen sehr individuell vom jeweiligen Versicherungsvertrag abhängig. Vom "Rundum-Sorglos-Paket" über die Begrenzung der Sitzungsanzahl im Jahr bis hin zur nur anteiligen Übernahme der Kosten pro Sitzung oder der kompletten "Herausklauselung" von Psychotherapie aus dem Versicherungsschutz ist hier alles möglich. Bitte sichten Sie vor Aufnahme der Therapie bei mir Ihre Vertragsunterlagen und bringen Sie mir von Ihrer Kasse gewünschte Antragsunterlagen zum ersten Termin mit, damit Sie bei der ersten Rechnungsstellung durch mich keine unangenehmen Überraschungen erleben.
Die Abrechnung erfolgt monatlich über eine Rechnung, die ich Ihnen stelle und die Sie dann bei Ihrer Krankenkasse einreichen. Das Zahlungsziel ist so formuliert, daß Sie bei zeitnaher Einreichung der Rechnung nicht in Vorleistung gehen müssen.
Sonderfall Beihilfe: Bei beihilfeberechtigten PatientInnen greifen wieder klarere Vorgaben. Sie bringen mir zu Therapiebeginn grundsätzlich Antragsunterlagen Ihrer Beihilfestelle mit, die ich für den Therapieantrag benötige. Es gibt klar umrissene Antragsschritte für bestimmte Sitzungskontingente. Sie erhalten Ihre Privatrechnung und reichen diese für die anteilige Erstattung bei der Beihilfestelle ein.
Sonderfall SoldatInnen der Bundeswehr: Als SoldatIn haben Sie Anspruch auf freie truppenärztliche Versorgung. Ihr Truppenarzt/ Sanitätsoffizier kann Ihnen für ambulante psychotherapeutische Behandlung den Sanitätsvordruck (San/Bw/0218) ausstellen, mit dem Sie probatorische Sitzungen bei mir in Anspruch nehmen können. Im Falle einer Diagnosestellung und eines Behandlungsbeginns bei mir erhält Ihr Sanitätsoffizier entsprechende Informationen von mir und stellt Ihnen quartalsweise einen Behandlungsausweis aus, über den die Abrechnung der Sitzungen möglich ist.
3. Die Kosten für Leistungen für Selbstzahler:
Psychotherapie als SelbstzahlerIn: Sie können - unabhängig von Ihrem Versichertenstatus - natürlich auch alle Leistungen meiner Praxis als SelbstzahlerIn in Anspruch nehmen. Wir schliessen dann einen Vertrag über die zu erbringenden Leistungen und Honorare, Sie erhalten eine monatliche Rechnung, die in der Regel innerhalb von 14 Tagen zu begleichen ist. Das Honorar orientiert sich an den Gebührensätzen für Psychotherapie in der privaten Krankenversicherung und beträgt 134,06 € pro 50 Minuten Therapiegespräch.
In diese Kategorie fallen auch alle Leistungen der Paar- und Familienberatung sowie der Beratung und Lebenshilfe. Diese werden von mir ebenfalls in Orientierung an den Gebührensätzen für Psychotherapie in der privaten Krankenversicherung in Einheiten à 50 Minuten zu je 134,06 € abgerechnet.
Bezüglich der Honorierung von Coachingleistungen gibt es keinen Festsatz; die Vergütung orientiert sich an Volumen und Aufwand des zu erteilenden Auftrags. Details kläre ich gerne mit Ihnen als AuftraggeberIn im persönlichen Gespräch.